Einleitung
Social AI ist 2026 kein Trend mehr, sondern ein Produktivitätshebel, wenn du sie richtig einsetzt. Richtig heißt: KI unterstützt dich als Assistent und liefert Entwürfe, Variationen, Struktur und Ideen. Aber: Du prüfst, passt an, gibst frei und stellst sicher, dass Tonalität, Markenregeln und Compliance eingehalten werden.
Dieser Artikel gibt dir 25 praxiserprobte Prompts für Instagram, LinkedIn und TikTok – plus einen einfachen Prozess, wie du sie in einer Social-Media-Management-Software sauber in deinen Workflow integrierst.
Tippfehler-Satz: Auch wenn du „socail/sociela/sociak ai“ eintippst – gemeint ist social ai.
Was Social AI 2026 wirklich bedeutet (und was nicht)
Social AI kann: schneller brainstormen; Texte kürzen oder verlängern; Hooks verbessern; Varianten für A/B-Tests erstellen; Inhalte für verschiedene Kanäle adaptieren.
Social AI kann nicht: deine Brand Voice „automatisch“ garantieren; rechtliche Aussagen absichern; Produktversprechen verifizieren; Krisenkommunikation ohne menschliche Freigabe übernehmen.
Der Copilot-Prozess: In 6 Schritten zu besseren Ergebnissen
1. Ziel definieren (Reichweite, Leads, Community, Support)
2. Kontext geben (Zielgruppe, Angebot, Tonalität, No-Gos)
3. Prompt nutzen (aus den Vorlagen unten)
4. Ergebnis prüfen (Fakten, Ton, Claims)
5. Freigeben (Workflow im Tool)
6. Lernen (Was hat performt? Prompt anpassen)
Pro-Tipp: Speichere die besten Prompts als Vorlagen in deinem social media manager tool/app (oder Dokument), damit das Team konsistent arbeitet.
25 Prompts für Instagram, LinkedIn & TikTok (2026)
So nutzt du die Prompts: Ersetze die Platzhalter in den eckigen Klammern.
Instagram (9 Prompts)
Hook-Varianten: „Schreibe 10 Instagram-Hooks (max. 10 Wörter) zum Thema [Thema] für [Zielgruppe]. Tonfall: [Tonfall]. Gib die Hooks als nummerierte Liste aus und variiere die Hook-Typen (Neugier, Benefit, Kontrast, Problem, Social Proof).“
Carousel-Struktur: „Erstelle eine 8-Slide-Carousel-Gliederung zu [Thema]. Slide 1: Hook, Slide 8: CTA. Für jede Slide: (a) Headline max. 8 Wörter, (b) 1–2 kurze Sätze max. 20 Wörter, (c) Visual-Hinweis (Icon/Diagramm/Beispiel).“
Caption in Brand Voice: „Schreibe eine Instagram-Caption zu [Post-Inhalt] im Stil von [Brand Voice]. Struktur: 1 Hook-Zeile, 2–4 kurze Absätze, 1 konkreter Mehrwert, am Ende 1 Frage. Optional: max. 2 passende Emojis, keine Hashtag-Blocks.“
Kommentar-Trigger: „Formuliere 5 Caption-Endings, die Kommentare fördern (ohne Baiting/Manipulation). Thema: [Thema]. Jede Option soll (a) eine klare Frage oder Aufforderung enthalten und (b) eine kleine Hürde senken (z. B. ‚Antworte mit 1 Wort…‘) – ohne Druck.“
Hashtag-Cluster (vorsichtig): „Gib 3 Hashtag-Cluster (je 8–12 Hashtags) für [Thema] in [Sprache/Region]. Pro Cluster: 2–3 breite, 3–5 mittel-spezifische, 2–4 Nischen-Hashtags. Vermeide Spam, irrelevante Trends und verbotene/flagged Hashtags.“
Reel-Skript: „Schreibe ein 20–30 Sek. Reel-Skript zu [Thema] mit Hook, 3 Punkten, CTA. Ausgabe getrennt nach: (a) Spoken Script, (b) On-Screen-Text pro Szene, (c) B-Roll/Shot-Ideen, (d) Schnitt-Hinweis (Tempo/Jumpcuts).“
UGC-Briefing: „Erstelle ein UGC-Briefing für Creator: Produkt [X], Ziel [Y], Zielgruppe [Zielgruppe], Ton [Tonfall]. Enthält: Key Message, Do/Don’t, 5-Shot-Shotlist (Hook/Problem/Lösung/Beweis/CTA), No-Go-Claims (z. B. keine Heil-/Garantiezusagen), Abgabeformat (9:16, Länge, Untertitel ja/nein).“
Community-Antworten: „Gib 5 Antwortentwürfe auf den Kommentar: [Kommentar]. Ton: freundlich, klar, deeskalierend. Regeln: keine Versprechen, keine Diskussion eskalieren, maximal 2 Sätze + optional 1 Rückfrage. Wenn sinnvoll: 1 Variante mit ‚Danke + Kontext‘.“
Posting-Plan: „Schlage 12 Instagram-Post-Ideen für 4 Wochen vor, gemischt: Reels/Carousel/Story. Ziel: [Ziel]. Gib pro Idee: Format, Thema/Angle, Hook-Idee, CTA, Aufwand (niedrig/mittel/hoch) und welches Content-Ziel (Reach/Trust/Leads).“
LinkedIn (8 Prompts)
Thought Leadership Post: „Schreibe einen LinkedIn-Post (1.200–1.800 Zeichen) zu [These], inkl. Beispiel aus [Branche]. Struktur: starke erste Zeile, klare Absätze (max. 2–3 Zeilen), 3–5 Bulletpoints, Abschluss mit Frage. Kein Buzzword-Bingo, kein Sales-Pitch.“
Story-Framework: „Erstelle einen LinkedIn-Post nach Struktur: Problem → Wendepunkt → Lernpunkt → 3 Takeaways → Frage. Nutze konkrete Details (ohne vertrauliche Infos). Ton: [Tonfall]. Optional: 1 kurzer ‚Kontra-Satz‘, der zum Nachdenken anregt.“
Karussell für LinkedIn: „Gib eine 6-Slide-LinkedIn-Carousel-Struktur zu [Thema] inkl. Slide-Texte (kurz). Pro Slide: Headline max. 7 Wörter + 1 Supporting-Line max. 18 Wörter. Slide 6 endet mit einer klaren CTA (kommentieren/speichern/folgen).“
Kommentar-Strategie: „Formuliere 10 sinnvolle Kommentare zu Posts über [Thema], die Mehrwert liefern (kein Sales-Pitch). Mix: 3 zustimmend-erweiternd, 3 konstruktiv-kritisch, 2 praxisnahes Mini-Beispiel, 2 kluge Rückfragen. Je Kommentar max. 2–3 Sätze.“
Post-Varianten: „Erstelle 3 Varianten desselben LinkedIn-Posts: analytisch, emotional, pointiert. Inhalt: [Text]. Behalte Kernbotschaft, ändere aber Hook, Rhythmus, Wortwahl und CTA. Jede Version mit anderer Schlussfrage.“
Case-Study Kurzpost: „Schreibe einen LinkedIn-Kurzcase: Ausgangslage → Maßnahme → Ergebnis (ohne Zahlen) → Learnings. Füge 1 ‚Was wir anders machen würden‘ hinzu. Ton: klar, glaubwürdig, ohne Übertreibungen.“
Employer Branding: „Schreibe einen LinkedIn-Post aus Mitarbeitersicht: [Rolle], Thema [Alltag], Ton: authentisch. Enthält: 1 konkrete Situation, 1 Lernmoment, 1 Tipp für andere, Abschlussfrage. Keine Floskeln, keine Marketing-Sprache.“
Compliance-Check: „Liste potenzielle Risk-Phrasen in diesem Text auf und schlage neutrale Alternativen vor: [Text]. Kategorisiere nach: (a) absolute Versprechen, (b) Vergleich/Überlegenheit, (c) rechtlich heikle Claims, (d) sensible Themen. Gib jeweils 1 sichere Alternative.“
TikTok (8 Prompts)
Hook-Generator TikTok: „Gib 15 TikTok-Hooks für [Thema], maximal 2 Sekunden gesprochen. Gib sie in 3 Gruppen aus (Neugier/Problem/Benefit) und achte auf einfache, gesprochene Sprache.“
Skript mit Pattern Interrupts: „Schreibe ein 30-Sek.-TikTok-Skript zu [Thema] mit 2 Pattern Interrupts. Ausgabe: (a) Spoken Script mit Zeitmarken (0–3s, 3–10s, 10–20s, 20–30s), (b) On-Screen-Text, (c) Interrupt #1 und #2 (z. B. Perspektivwechsel, Requisite, überraschende Aussage).“
Serie planen: „Entwickle eine 5-teilige TikTok-Serie zu [Thema]. Jede Folge: Hook + 1 Lernpunkt + CTA. Gib zusätzlich: Serien-Titel, wiederkehrendes Format (z. B. ‚Mythos vs. Wahrheit‘) und eine klare Reihenfolge (Teil 1→5).“
Trend-Adaption (safe): „Schlage 5 Möglichkeiten vor, einen Trend auf [Thema] zu adaptieren, ohne Copyright/Markenrisiko. Für jede Idee: Trend-Mechanik (z. B. ‚Duett/Greenscreen/CapCut-Style‘), eigenes Original-Audio/Voiceover-Ansatz, und wie du Branding subtil einbaust.“
Creator-Moderation: „Erstelle 10 Antwortentwürfe auf häufige Fragen unter TikTok-Videos zu [Produkt/Service]. Regeln: kurz, hilfreich, nicht defensiv; wenn nötig Rückfrage stellen; keine unhaltbaren Versprechen. Markiere 2 Antworten als ‚für angeheizte Kommentare geeignet‘ (deeskalierend).“
Comment-to-video: „Wandle diesen Kommentar in ein Video-Konzept um (Hook, 3 Szenen, CTA): [Kommentar]. Gib pro Szene: Ziel (warum diese Szene), On-Screen-Text, Handlung, ein Satz Spoken Script.“
Storyboard: „Gib ein 6-Frame-Storyboard mit On-Screen-Texten für [Thema]. Für jeden Frame: Kameraeinstellung (nah/halb/weit), Handlung, On-Screen-Text (max. 8 Wörter), Übergang (Cut/Zoom/Matchcut).“
Algorithmus-Check (Content): „Optimiere dieses Skript auf Klarheit, Tempo, Wiederholbarkeit. Thema: [Text]. Liefere: (a) gestraffte Version, (b) markierte Stellen für Betonung/Pauses, (c) 2 alternative Hooks, (d) 1 Variante mit kürzeren Sätzen für schnellere Delivery.“
Hinweis: Niemand kennt den Algorithmus von Instagram oder TikTok „perfekt“. Social AI hilft dir beim Formulieren und Strukturieren – die Performance entsteht durch Testing.
Prompt-Checkliste: So bleiben deine Inhalte markensicher
Bevor du einen KI-Entwurf freigibst: Stimmen Fakten und Begriffe? Sind Versprechen/Claims neutral formuliert? Passt der Ton zur Brand Voice? Sind sensible Themen korrekt eingeordnet? Ist die CTA realistisch und nicht übergriffig?
Beispiele: Prompt + Ergebnis-Qualität erhöhen
Beispiel 1: Mehr Kontext = bessere Captions. Schlecht: „Schreib eine Caption über Produkt X.“ Besser: Zielgruppe, Problem, Ton, No-Gos, CTA.
Beispiel 2: Freigaben einplanen. Nutze dein social media management tool, um den KI-Entwurf direkt in den Freigabe-Workflow zu geben (Marketing → Brand → Legal), statt Inhalte „zwischen Chats“ zu verlieren.
CTA: Social AI als Assistent in deinen Workflow bringen
Wenn du Social AI 2026 wirklich produktiv nutzen willst, starte klein: Wähle 5 Prompts aus diesem Artikel; baue sie als Vorlagen in dein social media management software-Setup; definiere Freigaben, Rollen und No-Gos.
Wenn du dafür ein Tool evaluierst: Luceena kann als Beispiel dienen, weil du dort Feature-Kategorien wie Kalender, Rollen/Rechte, Freigaben, Analytics und AI-Copilot-Unterstützung sinnvoll zusammendenken kannst.